DIE WELTTRAUMFORSCHER
Die Cassettenjahre der Welttraumforscher
leer Bis zur Veröffentlichung ihrer ersten LP "Aller Tage Abend" am 24.Februar 1989 verstanden sich die Welttraumforscher als reine Cassettenband. Fünf Cassetten veröffentlichten die Forscher in den Jahren 1981 bis 1988, die deshalb als die "Cassettenjahre" der Welttraumforschung bezeichnet werden. Die fünf Veröffentlichungen, von den Forschern "Programme" genannt, präsentierten aber nur einen Teil der Musik, die die Forscher in dieser Zeit aufnahmen. Viele weitere Programme, zwischen 10 und 60 Minuten lang und grösstenteils als Konzeptalben mit begleitenden Texten und Bildern versehen, verwahrten die WTF unveröffentlicht in ihrem Archiv. Ein Teil dieses Materials fand Eingang auf die ersten beiden LPs der Forscher und inspirierte diese bei ihren Aufnahmesessions im Studio bis hin zu ihren CD-Veršffentlichungen, die mit "Gold vom tiefen Himmel" von 1993 ihren Anfang nahmen. In diesem Jahr entschlossen sich die Forscher auch, ein bis dato nicht erschienenen Cassettenprogramm nachtrŠglich zu veršffentlichen. Ihre Wahl fiel auf die 1983 entstandene Musikgeschichte "Reise nach Bretzelberg", die zusammen mit einer erweiterten Fassung des gleichfalls 1983 erschienenen Tapes "Die singende Sternlaterne" vom Frankfurter Label EBUS Music herausgebracht wurde. 1995 folgte auf dem hauseigenen MonifLabel die auf 60 Minuten gekürzte Fassung des Ur-Programms der Forscher "Vanidras Kult", das im Frühjahr 1981 gewissermassen die Gründung des Projektes selbst vorbereitet hatte. Jetzt begannen sich die Forscher wieder vermehrt fŸr ihre zurückliegenden Cassettenproduktionen zu interessieren. Es entstanden im Studio klangtechnisch stark verbesserte Remaster-Versionen aller Cassetten, die unter dem Namen "Edition Bretzelberg" vom MonifLabel lanciert wurden. Ein zweiter Anlauf im Sommer 2001 prŠsentierte nunmehr 12 Cassetten in verbesserter Klangqualität, darunter neu die C-60 "Experimente und Expeditionen", die einen Mix aus unveröffentlichten Cassettenliedern, eine Art "Best-Of-Cassettenjahre" und rare Beiträge fŸr Cassettensampler der Achziger Jahre präsentierte. Anfang 2002 überarbeiteten die Forscher ein weiteres Mal ihren Cassetten-Backkatalog, förderten mit "Hundert Schritte durch Europa" (1987) und "Theorie des kleinen Glücks" (1982) zwei weitere unveröffentlichte Programme aus den Cassettenjahre zutage und gelangten durch Zusammenlegung sehr kurzer mit mittellangen Tapes zu ihrer aktuellen "Gesamtcassettenausgabe" mit 10 Tapes in den beiden Spiellängen 30 und 60 Minuten. Die WTF schliessen nicht aus, weitere im Archiv ruhende Programme aus den Cassettenjahren wie "Balalu für bunte Hunde", "Nostalgia Sternbogen" oder "Die Ursache der Wirkung" beizeiten zu veröffentlichen.

Wer sich für die "Urgeschichte" der WTF interessiert ist mit deren Cassetten gut beraten. Hier erarbeiteten und erforschten die WTF spielerisch ihr Klein-Universum und entwickelten ihre Grundgedanken, die später auf den LPs und CDs weiter ausgebaut wurden. Dazu gehört vor allem der Konzept-Charakter jeder Veröffentlichung. "Vanidras Kult" schildert die Geschichte eines uralten Kultes der Muschelmänner, die die Forscher als ihre "ominösen Onkels" bezeichnen, und dessen geheimes Fortwirken bis in die heutige Zeit. "Die singende Sternlaterne" ist der Vorstellung eines singenden und klingenden Weltall verpflichtet, während "Darktown" eine Reihe mit dem Titel "Schuhe, Städte und Sterne" eröffnete, die fiktive Städte musikalisch zu beschreiben versuchte. Zu "Binika" schrieben die Forscher gar ein ganzes Buch mit dem Titel "Al und das Kometenmännchen", das Musik und Liedtitel der dritten Cassette der WTF massgeblich beeinflusste. Zudem stehen die Cassetten fŸr die "kleine Ökonomie", die sich auf bescheidene und überschaubare Mittel bei Entstehung und Aufnahme der Musik versteht. So wurden die Stücke der Cassetten entweder mit 2-Spur-Tonbandgeräten oder einem 4-Spur-Cassettengerät aufgenommen und kamen neben einem kleinen, ausgewählten Satz an Instrumenten auch alle denkbaren Klangerzeuger zum Einsatz, vom Kartonkistenschlagzeug Ÿber gesammelte Metallteile bis hin zu gebastelten oder Instrumenten vom Flohmarkt oder aus dem Spielwarenladen. Doch auch Radios, Fernsehgeräte, Naturphänomene, Grossstadtlärm und gefundene Geräusche wurden von den Forschern in ihre Lieder, die zwischen Klangcollagen, Pop und strukturellen Experimenten oszilierte, als willkommene Klanggeber eingebaut. Diese "kleine Form" wurde bis hin zur Veršffentlichung beibehalten: Die Cover selbst gezeichnet und fotokopiert, die Cassetten selbst kopiert in winzigen Auflagen, die sich nach der Nachfrage einiger Spezialisten, Freunde und RaritŠtensammler richteten. Von wenigen Ausnahmen abgesehen schickten die Forscher keine Exemplare an Radio oder Presse- dort hatte die Cassette kaum etwas zu suchen. Dass dennoch einzelne Cassetten-StŸcke der WTF von Radiostationen gesendet wurden (immer wieder etwa im "Sounds!" auf DRS3) und sogar da und dort Rezensionen auftauchten kann Ÿber die Tatsache nicht hinwegtŠuschen, dass Cassettenmusik nicht nur eine Rand- sondern eigentlich gar keine Existenz fŸhrt und eher zur Szene der zwischen Kleinkunst, Hobby und Liebhabern laborierenden Sonderlinge gehšrt. Dort erst kann sie sich aber auch erst zu einem eigenstŠndigen, spannenden Medium entwickeln, gerade weil ihre technischen Implikationen so einfach sind und ihre Verbreitung so kunstlos und charmant zugleich vor sich gehen kann.

Die Cassettenjahre könnte man mit Fug und Recht auch als die "Lehr- und Wanderjahre" der Forscher bezeichnen. DafŸr stehen die vielen unterschiedlichen Räume, in denen die Musik der Cassetten entstand- eben weil die "kleine Ökonomie" kein fest installiertes Studio benötigte war es den Forschern ein leichtes, ihr Mini-Studio gerade dort einzurichten wo es Platz, Zeit und Möglichkeiten gab. Eine Geschichte der Cassettenjahre liesse sich deshalb auch als eine Geschichte der kleinen Reisen durch Räume schreiben, die sich immer wieder neu vor den Forschern öffneten und zum Basteln und Arbeiten einluden. "Vanidras Kult" wurde noch im Kinderzimmer der WTF und in einem kleinen Übungsraum im Zentrum von Stäfa am Zürichsee aufgenommen, ebenso "Herzschlag Erde"- hier kamen Aufnahmen aus dem Feriendomizil der Forscher in Augsburg dazu. Die nachfolgende Cassette "Theorie des kleinen Glücks" (1982 unter dem Projektnamen "CP" veröffentlicht und erst 2002 in den Backkatalog der Forscher aufgenommen) entstand grösstenteils in einer Villa in Dietikon in der Nähe von Zürich. "Reise nach Bretzelberg" wurde an verschiedenen Orten in Zürich aufgenommen, grösstenteils jedoch in der leeren Wohnung eines zum Abbruch vorgesehenen Mietshauses am Sackzelg- hier lagen die wenigen Instrumente und das Cassettendeck auf dem Boden, Möbel gab es nicht. Die ebenfalls 1983 entstandene Cassette "Die singende Sternlaterne" stammt zum Teil aus nächtelangen Aufnahmesessions mit befreundeten Mitschülern der Schule fŸr Gestaltung in einem Atelier in der Roten Fabrik in Zürich sowie aus einem kleinen Zimmer unter dem Dach eines feudalen Mietshauses am Zürichberg. Die unveröffentlichte Cassette "Balalu fŸr bunte Hunde" entstand in einem leeren Tearoom im Zentrum von Zürich, der vorübergehend als Kunstatelier vermietet worden war sowie in einem Zimmer im ZŸrcher Industriequartier- direkt an der Limmat. "Binika" wurde wieder in Stäfa aufgenommen, diesmal jedoch in einer kleinen Wohnung am Bänderbühl und im Übungsraum des oft mit den WTF assozierten Musikers Roland Strobel (heute "Fingerpoke"). "Hundert Schritte in Europa" stammt grösstenteils aus der von den Forschern so genannten "Klosterzelle", einen winzigen Übungsraum an der Herbartstrasse im Vergnügungsviertel von Zürich. Mit "Darktown" erreichten die Forscher dann ihr Domizil an der Birmensdorferstrasse, wo sie in den nächsten 14 Jahren ihre Musik aufzeichnen sollten- und wo ihr Studio auf eine Grösse anwuchs, die ein schnelles Umziehen in neue Räume nicht mehr zuliess.

Die Cassetten der Forscher entstanden immer unter den einfachsten technischen Bedingungen und in Röumen, die nicht dafür vorgesehen waren- ein wirkliches Aufnahmestudio mit den entsprechenden Installationen stand den WTF erst ab 1987 und dann auch nur zeitweise zur Verfügung. In den ersten Jahren recordeten die WTF mit einem SONY 2-Spur-Tonbandgerät, einem Amateurgerät aus den frühen Siebziger Jahren, das jedoch schon das Ping-Pong-Verfahren ermöglichte. Im Prinzip konnten damit so viele Spuren wie gewünscht nacheinander aufgenommen werden, einmal zusammengelegte Spuren konnten jedoch nachträglich nicht mehr separat gemischt werden und verloren natürlich mit jeder weiteren Überspielung an Brillanz und Klangqualität. Ein sehr schönes 4-Spur-Tonbandgerät von AKAI verdankt "Theorie des kleinen Glücks" seine Entstehung. Dieses schwere, solide GerŠt im Silber- und Holzdesign der Siebziger konnten die Forscher fŸr einige Monate leihen (heute sind sie in dessen Besitz). FŸr die 1983-Tapes stand den Forschern ein 2-Spur-Tonbandgerät von UHER zur VerfŸgung, das neben dem Ping-Pong-Verfahren auch ein Bandecho mit mehreren Intervalzeiten, abhŠngig von der Bandlaufgeschwindigkeit, zuliess. Stücke wie "Sterne im Totenboot" auf der Cassette "Die singende Sternlaterne" sind ganz auf diesem attraktiven Effekt aufgebaut. Entsprechende Effektgeräte standen den Forschern erst in den Neunziger Jahren zur Verfügung; bis 1993 verwendeten die Forscher ohnehin nur einen kleinen Gitarrenverzerrer. Mit einem ausgeliehenen 4-Spur-Cassettenrecorder von Tascam nahmen die Forscher 1985 in Stäfa ihre dritte Cassette "Binika" auf; die Möglichkeit, nachträglich an den Spuren Veränderungen vornehmen zu können ist auf Binika" deutlich hörbar. Die Stücke sind deutlicher Spur-orientiert strukturiert und bestehen oft aus vier einzelnen Instrumenten, die die ganze Zeit über parallel nebeneinanderher laufen (ein gutes Beispiel hierfŸr ist etwa "Kaffee, Kuchen und Kometen"). Auch "Darktown" wurde im FrŸhling 1988 noch mit einem 4-Spur-CassettengerŠt aufgenommen. Erst im Sommer 1988 machten die Forscher ihre erste 8-Spur-Versuche mit einer ausgeliehenen Tonbandmaschine R8 von Fostex. Damit ergibt sich die Tatsache, dass alle Cassettenmusik der Forscher entweder auf zwei oder auf vier Spuren aufgenommen ist.

Eine weitere interessante Spur, die sich durch das Anhšren der Cassetten in chronologischer Entstehungszeit auftut, ist die der eingesetzten Instrumente. Den musikalischen Moden der Achziger Jahre entsprechend tauchten immer wieder neue Instrumente im Repertoire der Forscher auf, die nur einem Gesetz zu gehorchen hatten: Sie durften nicht zu teuer sein! FŸr ihre ersten beiden Cassetten standen den Forschern ein Schlagzeug, ein Korg-Monosynthesizer, ein geliehenes Mini-DrumgerŠt mit sechs fest programmierten Rhythmen, ihre elektrische und akustische Gitarre sowie einige kleine Instrumente wie ein Glockenspiel oder eine Mundharmonika zur VerfŸgung. 1982 kam der Drumcomputer TR-303 von Roland dazu, der deutliche Spuren auf "Theorie des kleinen GlŸcks" hinterliess und der šfter als Trigger fŸr den Korg diente (MIDI wurde erst ein Jahr spŠter eingefŸhrt). Eine weitere Anschaffung ist auf den Cassetten des Jahres 1983 Ÿberdurchschnittlich oft zu hören: Ein mittelgrosses Casio Spielzeug-Keyboard, das damals im Zuge der Neuen Deutschen Welle (der offiziellen TotengrŠber-Institution der wahren neuen Welle, die zwischen 1977 und 1981 so viele bemerkenswerte Musik-Projekte hervorgebracht hatte) stark lanciert war. In sehr vielen Stücken auf "Reise nach Bretzelberg" ist dieser Casio zu hören; auch auf "Die singende Sternlaterne" wurde es eingesetzt (in "Kometen-Paule's Melodie" beispielsweise ist es das einzige Instrument). Ebenfalls neu zu hören waren auf diesen beiden Cassetten ein Psalter sowie eine Kalimba, ein Lieblingsinstrument der Forscher in diesen Tagen. Auf "Balalu fŸr bunte Hunde" spielten die Forscher zum ersten Mal einen E-Bass. Diese unveröffentlichte Cassette von 1984 beherbergt übrigens eine recht kuriose Auswahl von Instrumenten, die sie von allen anderen Cassetten unterscheidet. Neben dem oft eingesetzten E-Bass, der den Stücken ein deutlich rockigeres Gewand verlieh, sind hier ein veritables Saxophon und eine tonnenschwere Orgel mit richtigen Registern aus den Siebziger Jahren zu hören. Ein gewichtiges Instrument gab auf "Binika" seinen Einstand: ein Konzertflügel, der in Stücken wie "Glücklich Traurig Seltsam" zu hören ist und von den Forschern wegen seines phänomenalen Klanges natürlich sehr geschŠtzt wurde und den StŸcken, in denen er eingesetzt wurde, einen tragenden Charakter verlieh. Auf "Darktown" fand dann die EinfŸhrung der Technologie statt, die die ganze Musikwelt auf den Kopf stellen sollte (mehr noch als die ganze Computertechnologie): die Forscher setzten erstmals einen Sampler ein. Es war das kleinste Gerät, das damals zu hšren war, der SK-1 von Roland, der gerade mal das Sampeln eines Tones in einer LŠnge, die vorgegeben war, ermšglichte und keinen einzigen Speicherplatz anbot. Trotzdem wurde der SK-1 von den Forschern sehr häufig eingesetzt; "Darktown" ist, wenn man so will, sogar so etwas wie ein Mini-Manifest dieses Mini-Samplers und damit auch wieder der Klangcollage, die seit "Herzschlag Erde" kaum mehr auf Cassetten der Forscher auftauchte. "Darktown" ist eine einzige wŸste Klangcollage von Samples und fragmentierten Klängen. Bezeichnenderweise gibt es nur gerade ein Lied, das mit E-Gitarre aufgenommen wurde. Und von einzelnen, deutlich voneinander geschiedenen StŸcken kann hier kaum mehr die Rede sein. Auf dieser letzten regulären Cassettenveršffentlichung der WTF ist auch hin und wieder ein grosser Bruder des Spielzeug-Samplers von Roland zu hšren: Der S-50 von Roland, dessen Sampels auf Diskette abgespeichert wurden und der den Forschern ab 1990 permanent zur VerfŸgung stand.

Interessanterweise endeten die Cassettenjahre der Forscher mit dem Auftauchen des Samplers als neues Zaubermittel in der Musikerzeugung. Nach dem Erscheinen von "Darktown" im Sommer 1988 arbeiteten sich die Forscher in die komplexe technische Welt des Sampelns ein und rŸsteten ihr Studio auf acht Spuren auf. Der S-50 erlaubte es nicht mehr, mal eben so das Studio woanders zu plazieren und auch das R8 von Fostex war mit dem dazu passenden Mischpult einfach zu schwer fŸr ein transportables Studio. Die Forscher nisteten sich fŸr die nächsten 14 Jahre mit ihrem Studio an der Birmensdorferstrasse in ZŸrich ein. Dort sollten in der Folge mit neuen Mitteln und einem sich vergršsserenden Instrumentarium die WTF-LPs und CDs der Neunziger Jahre entstehen. Auch das "Multimedia"-Zeitalter ging fŸr die Forscher mit den Cassettenjahren erst einmal zu Ende. Die Arbeit an einem neuen Cassettenprogramm beinhaltete fŸr die WTF unter dem Motto "Die Erforschung des Dreidimensionalen" auch immer die BeschŠftigung mit anderen Medien, die oft das Spektrum eines Programms erweiterten oder fŸr eine Ergänzung sorgten. Zu "Vanidras Kult" gab es ein Buch, eine Geschichte und ein kleines Spiel. "Die Ursache der Wirkung", ein unveršffentlichtes Programm aus dem Jahr 1983, ist der Soundtrack fŸr einen Super-8-Film der WTF. "Reise nach Bretzelberg" schildert nicht nur eine musikalische Reise; ein entsprechender Text mit vielen Bildern wurde von den Forschern im gleichen Zeitraum verfasst. Diese Vielfalt, die der Musik oft nur eine begleitende, ja skizzenhafte Rolle zuwiesen sowie die technischen Begebenheiten verleihen den Cassettenprogrammen der Forscher ihren forschenden, manchmal auch entwurfsartigen Charakter. Statt an einem Stück lange zu feilen oder mit verschiedenen Versionen zu experimentieren nahmen die Forscher lieber gleich ein neues Stück auf- von langwierigen Mix-Sessions im Studio ganz zu schweigen. Während eine LP oder eine CD die psychologische Barriere aufbauen, möglichst perfekt inszenierte und technisch umgesetzte Stücke zu veröffentlichen, lädt die Cassette zum Experiment und zur Skizze nachgerade ein. Nicht nur, dass das Publikum für Cassettenmusik immer ein Kleines und Besonderes bleiben wird, auch die Geräte, die die Cassetten abspielen, haben oft nur eine beschränkte Klangleistung und mŸssen sich nicht mit feudalen Heimanlagen messen. Cassetten werden im Auto, in der Küche oder unterwegs im Walkman gehšrt. Somit ist Cassettenmusik unter Umgehung aller digitalen Kanäle immer eine "kleine Form", die neben den glŠnzenden Industrieprodukten einherlŠuft ohne jeden Anspruch auf Konkurenz. Und- das ist ein wesentlicher Aspekt der Cassette und sollte nicht vergessen werden- das einzige wirkliche globale Musikmedium!

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